Montag, 26. Juni 2017

Sag kein Wort Rezension



Sag kein Wort

Sag kein Wort | Raphael Montes | Limes Verlag | 311 Seiten |
978-3-8090-2678-5 | [D] 19,99 


Vielen Dank an den Limes Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.♥

Achtung, in dieser Rezension könnten Spoiler enthalten sein!





Inhalt
Téo Avelar, ein Medizinstudent, ist Einzelgänger und hat nur sehr wenig Freunde. Als seine Mutter ihn überredet auf eine Grillparty mitzukommen, trifft er dort auf Clarice, eine Frau, die es ihm augenblicklich angetan hat. Clarice ist so ziemlich das Gegenteil von Téo und ziemlich draufgängerisch. In den darauffolgenden Tagen ist Téo sich sicher: Er würde alles tun, um Clarice wiederzusehen und sie als seine Frau bezeichnen zu dürfen.









Meine Meinung
Das Cover des Buches hat es mir sehr angetan, muss ich sagen. Es wirkt düster und mysteriös und diese blauen Augen stechen einfach heraus. Das Cover war einer der Hauptgründe, warum ich dieses Buch lesen wollte. Ich wollte wissen, was es mit der Frau auf dem Cover auf sich hat.
Geschichte ist mit viel Absätzen geschmückt und kurzen Kapiteln, was mir beim Lesen einen besseren Überblick geschafft hat. Raphael Montes erzählt die Geschichte aus der Vergangenheit mit der Er/ - Sie –Form. Es wird besonders auf Téo eingegangen, was mir sehr gefallen hat, da so auch viel auf das Psychische eines Stalkers eingegangen wird. Ich fand es sehr interessant zu lesen.

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht. Für mich kam schon im ersten Kapitel, der Außenseiter in Téo zur Geltung und auch eine etwas psychische Seite von ihm.

In den ersten Kapiteln fand ich die Handlung, bis zur eigentlichen Dramatik hin, ein wenig zu schnell. Ich kam zwar mit, aber es wirkte auf mich, als würden die ersten 4-5 Kapiteln an einem Tag geschehen, weil sich die Geschehnisse häuften. 
In dem weiteren Verlauf der Geschichte kam ich sehr gut mit, die Unklarheiten, die bei mir während des Lesens auftraten, wurden erläutert. Téos Besessenheit hat sich im Lauf der Geschichte immer weiter entwickelt und ich fand es sehr gelungen. Seine Taten haben mich an manchen Stellen echt schockiert. 
Es gab einen Satz, der so ziemlich in jedem Kapitel erwähnt wurde. (Er fesselte und knebelte sie.) Auf Dauer hat es mich genervt diesen Satz zu lesen, es war immer dieselbe Routine und hat mich beim Lesen leider etwas gelangweilt, obwohl ich nachvollziehen konnte warum er das tat.
Zum Ende hin, fand ich die Wendung sehr gelungen, immer mehr Schockierendes geschah und das eigentliche Ende fand ich sehr gut dargestellt. Es war schlüssig.
Gerade bei diesem Genre und bei dieser Handlung hätte ich mir ein etwas dramatisches Ende vorgestellt, das hat leider nicht meinen Erwartungen entsprochen. Dennoch fand ich das eigentliche Ende überraschend und sehr gut gelungen.

Die Hauptprotagonisten finde ich beiderseits sehr gut gestaltet. 

Téo war mir von Anfang an ein wenig gruselig, was in den Kapiteln auch sehr gut erläutert wird. Das Besessene in der Geschichte wird sehr gut rüber gebracht und ich war häufig über seine Denkweisen und Taten schockiert, konnte sie durch seine Gedanken aber nachvollziehen.
Clarice dagegen ist ein Party-Girl und sehr draufgängerisch. Sie sagt was sie denkt. Zum Ende des Buches hin, fand ich sie sehr gut dargestellt. Sie öffnet eine andere Seite von sich. 
Auch die Nebenprotagonisten, Patricia und Helena, fand ich richtig gut dargestellt. Die Schwächen der jeweiligen Elternteile werden jeweils gezeigt, sowie die Kind- Eltern- Beziehung.






Fazit

Raphael Montes ist der brasilianische Stephen King!

Ein Buch in dem die Stalking- Thematik super umgesetzt wurde und das mit Horrorszenarien schockiert.
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert, ich hab es verschlungen und war positiv überrascht.
4,5♥/5♥

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